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Ökologischer Messebau

WWM Zertifikat "green line"

Am 1.8.2008 wurde bei der WWM das Projekt „Green Exhibitions“ ins leben gerufen. Dabei geht es insbesondere um die Entwicklung von nachhaltigen und ökologisch verantwortbaren Veranstaltungskonzepten.

 

Dabei stehen zwei Punkte im Kern der Betrachtung: die Verwendung von ökologischen Materialien, die Steigerung der Effizienz und Haltbarkeit der verwendeten Materialien und die ressourcenschonende Beschaffung der Materialien.

 

 

 

Ökologische Materialien:

Bei der Auswahl der verwendeten Materialien gilt es zum einen regenerative Rohstoffe einzusetzen, zum anderen einen geschlossenen Kreislauf für nicht regenerative Rohstoffe einzuführen.

 

Die WWM verpflichtet sich bis zum 31.12.2009 einen geschlossenen Kreislauf für alle verwendeten Materialien nachzuweisen. Alle verwendeten Materialien werden von der WWM kostenlos zurückgenommen und dem Verwertungskreislauf zugefügt.

 

 

 

Effizienz der Materialverwendung:

Die Effizienz der Materialverwendung bekommt im Rahmen des Projektes „Green Events“ eine besonders hohe Bedeutung, da hier der größte Einfluss auf die Einsparung von Ressourcen vorliegt. Leider kommt dieser Betrachtung in der Branche aufgrund der wirtschaftlichen Orientierung zahlreicher Unternehmen im Produktionsbereich eine bisher geringe Bedeutung zu.

 

Dies soll an einem kurzen Exkurs verdeutlicht werden:

Bei gleicher Ressourcenbelastung in der Produktion von Displaysystemen entscheidet die Einsatzhäufigkeit über die Effizienz der Materialverwendung. Bezugsgröße ist dabei die Lebensdauer des Ausstellungssystems. Wird in dieser Lebensdauer das System 100 mal anstelle von 10 mal eingesetzt, so steigt die Effizienz der Materialverwendung um den Faktor 10. Eine vergleichbare Steigerung der Produktionseffizienz und damit einhergehende Reduktion der Ressourcenbelastung um 90% ist im Rahmen der herkömmlichen Produktionsverfahren nicht realisierbar. Diese höhere Systemnutzung ist jedoch nicht durch den einzelnen Kunden zu erzielen. Daher kommt der WWM die Aufgabe einer Pool-Bildung zu, die es verschiedenen Kunden ermöglicht einen gemeinsamen Systembestand zu nutzen.

 

 

Aus diesem Grund wird die WWM die Verwendung von Standardsystemen im Mietgeschäft weiterhin dem Verkauf von Standardsystemen vorziehen und auch die gesamte Kundenkommunikation dahingehend ausrichten. Hierbei kommt insbesondere dem Vertrieb eine Beratungsfunktion für den Kunden zu, diesen über die ökologischen Effekte der höheren Materialeffizienz aufzuklären. Die WWM wird daher bis zum 31.12.2008 in jeder Produktkategorie ein Produkt zu kostenlosen Miete anbieten, um einen wirtschaftlichen Anreiz zu Nutzung von bestehenden Systemen und Reduktion einer ineffizienten Neuproduktion zu schaffen.

 

 

Ressourcenschonende Beschaffung von Materialien:

Insbesondere im Displaybereich werden in der Branche zahlreiche Produkte in Fernost hergestellt. Hinsichtlich der verwendeten Ressourcen ist die eigentliche Produktion nicht mehr oder weniger effizient, als die Produktion in Europa. Problematisch zu betrachten ist hingegen der Transport der Güter zur Verwendung in Europa.

 

Im Ergebnis verpflichtet sich die WWM bis zum 31.12.2010 90% aller Systemkomponenten in Europa zu fertigen und dies nachzuweisen. Hinsichtlich der steigenden Energiekosten insbesondere im Transportbereich ist die WWM überzeugt, hierdurch nicht nur eine ökologisch sinnvolle Produktion zu gewährleisten, sondern auch die Produktionskosten nachhaltig zu reduzieren.

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