Ressourcen für die virtuelle Messe

Reale und virtuelle Messe sinnvoll und symbiotisch verbinden.

Um die reale und virtuelle Messe sinnvoll und symbiotisch zu verbinden, ist es notwendig die Customer Journey, das AMICO-Modell und das Virtuelle Eventplattform Reference Framework zu betrachten. Die Anforderungen an die virtuelle Veranstaltung  ergeben sich aus diesen Modellen.

Customer Journey

Zu einem bestimmten Zeitpunkt befindet sich die Zielgruppe des Unternehmens (Strangers, Leads und Customers) in unterschiedlichen Phasen der Customer Journey. Aufgrund der Orts- und Zeitunabhängigkeit der physischen Messe kann es dieser nur begrenzt gelingen, die Zielgruppe in allen Phasen der Customer Journey zu erreichen. Bereits die Ortsabhängigkeit führt hier zu einer drastischen Einschränkung. 

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Somit ergeben sich damit folgende Anforderungen an die Virtuelle Veranstaltung: 

  • Die Virtuelle Veranstaltung muss die physische Veranstaltung auf alle Zielgruppen und Phasen der Customer Journey ausweiten 
  • Damit wird die Virtuelle Veranstaltung ein zentrales Element der Content-Strategie des Unternehmens.  

AMICO-Modell

Um die Anforderungen einer virtuellen Veranstaltung ganzheitlich zu erfüllen, haben wir unsere Lösungen an das AMICO-Modell angelegt. Das AMICO-Modell definiert damit die Anforderungen an eine virtuelle Event-Plattform für den langfristigen Einsatz von virtuellen Veranstaltungen in der gesamten Customer Journey.  

AMICO-Modell

Anforderung 1: Authority

Die Plattform und der Content müssen vollständig unter Kontrolle des Unternehmens sein. 

 

Anforderung 2: Measurable

Der Erfolg der virtuellen und physischen Messen muss messbar sein, und die Analysedaten müssen der Zielgruppe transparent zur Verfügung stehen.

 

Anforderung 3: Integrated

Die virtuellen Events müssen sich nahtlos in die eigene Software-Landschaft integrieren lassen 

 

Anforderung 4: Connected

Das System muss in der Lage sein, über Schnittstellen mit Kommunikationstools „sprechen“ zu können. 

 

Anforderung 5: Ongoing

Der Content muss dauerhaft angeboten werden können.  

Prozess zur Umsetzung von Online Events

Es gibt viele unterschiedliche Anwendungsbeispiele und Ideen für eine Online Veranstaltungen. Dabei werden alle virtuellen Events unter Anwendung folgender Schritte realisiert:

1. Briefings für das Online Event

2. Konzeptioneller Aufbau des virtuellen Event-Portals (VEP)

3. Technische Integration der Tools, Widgets und Funktionen

4. Design und optische Darstellung
5. Analyse und Erfolgsauswertung

 
 

1. Briefing für das Online Event

In dem Briefing werden die wichtigsten Informationen zur dem Online Event festgehalten, um die Wünsche des Kunden so detailreich wie möglich festzuhalten. Hier einige Beispiele:

  • Datum des Online Events: Wann findet das Event statt und sind die Inhalte nach dem Event weiterhin aufrufbar?

  • Anmeldemöglichkeiten: Benötigt es eine Anmeldung zum Event oder ist dies frei zugänglich?

  • Umfang des virtuellen Event Portals: Welche virtuellen Räume werden benötigt? Lobby, Webinar-Räume, Ausstellungsräume?

  • Inhaltliche Gestaltung: Welche Inhalte stellt man auf dem virtuellen Event vor? Werden die Inhalte Live oder On Demand zur Verfügung stehen?

  • Grafische Gestaltung: Wie wird das Event grafisch aussehen? Befindet man sich im Unternehmensgebäude, im Dschungel oder Weltall?

 
 

2. Konzeptioneller Aufbau des virtuellen Event Portals

  • Menü-Übersicht: Aufbau und Ansicht der Menü-Leiste zur individuellen Orientierung des Events. Damit orientiert und navigiert sich der Besucher durch das Event.

  • Aufbau der Kontaktseite: Sinnvolle Gestaltung des Kontaktformulars und der Ansprechpartner.

  • Aufbau der Anmeldeseite zur Veranstaltung: Neben den üblichen Angaben wie Namen, Firma etc. können auch Angaben zu Interessen, Bereichen, spezifischen Details gestellt werden, die für eine spätere Analyse relevant sind.

  • Aufbau der Unterseiten: wie z.B. Chat, Webinare, Bühne, Ausstellungen etc.

  • Content Einbindung: z.B. im virtuellen Messestand

  • Versand-Prozess: Infomaterial, Produktpaketen, Materialmuster, Proben etc. werden in einem Paket an den Teilnehmer der Veranstaltung nach Hause geschickt.

 
 

3. Technische Integration der Tools, Widgets und Funktionen

Die technische Integration der im Vorfeld erarbeiteten Funktionen sind Dreh- und Angelpunkt, schließlich soll das Event reibungslos funktionieren. Die Features müssen dabei auf die individuellen Anforderungen angepasst werden: 

  • Live Webinare (z.B. GotoWebinar, click-Meeting oder Cosco Webex etc.)

  • Virtuelle Ausstellungen, virtuelle Messestände, Digital Twins (2D, 3D oder Panorama)

  • Face-to-Face Beratungsgespräche (Teams, Zoom etc.)

  • Chats (Chatbots oder persönliche Chats)

  • Widgets in den integrierten virtuellen Messeständen

  • Content-Einbindung: Präsentationen, PDFs, Grafiken, Videos und Audio-Dateien, interne sowie externe Websites, Formulare und Meetings, Gewinnspiele etc.

4. Design und optische Darstellung des Online Events

Grundvoraussetzung ist eine übersichtliche und leicht verständliche Oberfläche. Die technischen Möglichkeiten verbessern sich dabei täglich, besonders durch die Pandemie machen die Entwickler hier große Fortschritte.

 

Eine klare Tendenz zu Gamifizierung, Entertainment, Infotainment, Aufregung, Spaß und Erstaunen ist klar zu erkennen und die technischen Voraussetzungen sind mittlerweile geschaffen. Schließlich sollen die (langweiligen) Nachteile der virtuellen Welt kompensiert werden.

 
 
 

5. Analyse- und Erfolgsauswertung

Nach dem Online Event wird eine Erfolgsanalyse zur Verfügung gestellt. Schließlich kann in der digitalen Welt so ziemlich alles gemessen werden:

  • Anwesenheits-Zahlenanalyse

  • Conversion-Rates des Events

  • Referrals: Einblicke in die Akquise der Teilnehmer

  • Analyse der High-und Low Performers Performers und Pagetimes: Wer und wie lange wurden Räume des Events besucht

  • Top Lead Generator: Welche Gated Content-Elemente waren für den Besucher derart interessant?