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Klimaneutrales Unternehmen als Wettbewerbs-Vorteil

Klimaneutrales Unternehmen als Wettbewerbsvorteil

Die Kosten der Umweltveränderungen dürfen nicht unterschätzt werden. Vorschriften zwingen Unternehmen oft dazu, in neue Technologien, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle zu investieren, und im April 2022 veröffentlichte die EU-Kommission einen Entwurf zur Änderung der CSR-Richtlinie, der Unternehmen bereits 2023 zur Vorlage umfassender Nachhaltigkeitsberichte verpflichten könnte. Darüber hinaus verlangen immer mehr große Unternehmen CSR-Berichte über ihre Lieferketten. Wenn es Lücken in der Nachhaltigkeit gibt, müssen die Lieferanten diese beheben oder, was noch schlimmer ist, Aufträge verlieren. Wer auf dem Markt bestehen will, kommt um das Thema Nachhaltigkeit nicht herum. Das Ziel ist klar: mehr Transparenz in Fragen der Nachhaltigkeit.

 

Inhaltsangabe

 

Klimaschutz als Chance

Unternehmen werden in Europa mittelfristig nicht überleben, wenn sie die Verhinderung der globalen Erwärmung nicht als Chance begreifen und sich nicht einen Wettbewerbsvorteil verschaffen. Das Europäische Klimagesetz schreibt das im Europäischen Green Deal formulierte Ziel fest, dass

Europas Wirtschaft und Gesellschaft bis 2050 klimaneutral werden soll.

Das Gesetz setzt auch das Zwischenziel, die Netto-Treibhausgasemissionen bis 2030 um mindestens 55 % gegenüber dem Stand von 1990 zu reduzieren. Mit dem Gesetz soll sichergestellt werden, dass alle EU-Politiken zu diesem Ziel beitragen und dass alle Bereiche der Wirtschaft und der Gesellschaft ihren Beitrag leisten. Die Fortschritte werden alle fünf Jahre im Einklang mit der globalen Bestandsaufnahme im Rahmen des Pariser Abkommens überprüft.

Mit der Novellierung des Bundesklimaschutzgesetzes gleicht die Bundesregierung die deutschen Klimaschutzziele bereits an die höheren Ziele der EU an:

  • Bis 2030 sollen die Treibhausgasemissionen in Deutschland um mindestens 65 % und bis 2040 um 88 % reduziert werden.

  • Bis 2045 soll die Treibhausgasneutralität erreicht werden

Mit dem Sofortprogramm 2022 will die Bundesregierung die Umsetzung der neuen Klimaschutzziele in allen Sektoren zusätzlich unterstützen.

Um die Klimaziele zu erreichen, darf die Industrie in Zukunft keine zusätzlichen CO²-Emissionen verursachen. Dies erfordert mehr erneuerbare Energiequellen, Wasserstofftechnologie, höhere Energie- und Ressourceneffizienz und neue Produktionsverfahren.

Klimaschutz als Chance für Unternehmen

Die Vielfalt von Industrie, Handwerk, Handel und Dienstleistungen ist die Grundlage für wirtschaftliche Stärke und Wohlstand. Die zukunftsorientierten Rahmenbedingungen sollen diese Vielfalt stärken und einen wettbewerbsfähigen KMU-Sektor schaffen.

Der Wirtschaftsstandort Deutschland braucht auch in Zukunft einen ordnungspolitischen Rahmen, um seine Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Um den Schutz von globalen Umweltgütern wie Klima und Biodiversität zu gewährleisten, muss der deutsche und internationale Ordnungsrahmen von Grund auf weiterentwickelt werden. Daher werden politische Initiativen auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene daraufhin untersucht, ob sie zielgerichtet, wirksam, verhältnismäßig und nachhaltig sind. Das Ziel ist eine faktengestützte Wirtschaftspolitik, die die verfügbaren Informationen nutzt, um auf der Grundlage dieser Kriterien die besten Maßnahmen zu entwickeln.

 

Eine florierende Wirtschaft braucht einen dynamischen Unternehmergeist.

KMU sind Innovationsmotoren, und bieten mit dem bevorstehenden Übergang zur Klimaneutralität große Chancen für die Wettbewerbsfähigkeit und die Wertschöpfung, vor allem mittel- und langfristig.



Klimapolitische Instrumente

  • Eines der zentralen Elemente der EU-Klimapolitik ist seit 2005 der europäische Emissionshandel. Er schafft einen Preis für jede Tonne CO², die von der Industrie, den Energieunternehmen und dem innereuropäischen Luftverkehr ausgestoßen wird. Der Emissionshandel schafft Anreize, weniger fossile Brennstoffe zu verwenden. Die Obergrenzen für Emissionen werden jedes Jahr gesenkt. So wurden beispielsweise die Emissionen der Stromerzeugung und der energieintensiven Industrien in den letzten 16 Jahren um 42,8 Prozent gesenkt.

  • Das zweite Schlüsselelement ist die EU-Verordnung zur Lastenteilung. Sie weist den EU-Mitgliedstaaten CO²-Einsparungsziele für die Bereiche Verkehr, Gebäude, Landwirtschaft, Abfallwirtschaft und kleine Unternehmen zu. Die "Fit for 55"-Vorschläge der EU-Kommission sehen für die Zukunft noch strengere Einsparziele vor. Länder, die die Ziele nicht erreichen, müssen überschüssige Emissionszuteilungen - quasi Rechte an Treibhausgasemissionen - von anderen EU-Mitgliedstaaten kaufen.

 

Die Wirtschaft wettbewerbsfähig und klimafreundlich machen

Um die Klimaziele zu erreichen, darf die Industrie in Zukunft keine zusätzlichen CO²-Emissionen verursachen. Dies erfordert mehr erneuerbare Energien, Wasserstofftechnologien, eine höhere Energie- und Ressourceneffizienz und neue Produktionsverfahren.

Die Wirtschaft wettbewerbsfähig und klimafreundlich machen

Deutschland wird zu einem Zentrum für Batterieforschung, -produktion und -recycling und zum Standort der weltweiten Halbleiterindustrie. Der industrielle Wandel wird im Rahmen des Europäischen Green Deals in die Entwicklung ganz Europas einbezogen.

Die Vielfalt in Industrie, Handwerk, Handel und Dienstleistungen ist die Grundlage für wirtschaftliche Stärke und Wohlstand. Zukunftsweisende Rahmenbedingungen sollen diese Vielfalt stärken und eine wettbewerbsfähige Mittelschicht aufbauen.

Deutschland muss bis 2045 klimaneutral werden, aber dazu muss es schon viel früher handeln. Die bisher getroffenen Klimaschutzmaßnahmen reichen nicht aus. Dies ist besonders wichtig angesichts des Krieges in der Ukraine und des damit verbundenen Anstiegs der Energiepreise und möglicher Versorgungsunterbrechungen.

Die Wirtschaft wettbewerbsfähig und klimafreundlich machen

Mit dem am 6. April verabschiedeten Gesetzespaket hat die Bundesregierung durch die Regulierung der Ausschreibungsvolumina, die Vereinfachung der Planungs- und Genehmigungsverfahren, die Erhöhung der Solarprämie und die stärkere Einbindung von Nichtregierungsorganisationen und Kommunen einen Rahmen für einen schnelleren Ausbau geschaffen.

Die Bundesregierung unterstützt auch das Klimapaket "Fit for 55" der Europäischen Kommission, das eine Reform des EU-Emissionshandels vorsieht und auf höhere CO²-Preise als zentralen Anreiz für mehr Klimaschutz setzt. Dieser Prozess ist eng mit einem starken sozialen Ausgleich verbunden.

Zu diesem Zweck hat die EU-Kommission im Juli 2021 das Paket "Fit for 55" vorgelegt, das mehr als ein Dutzend Vorschläge für Gesetzesänderungen enthält. Dazu gehören beispielsweise:

  • ein neues EU-Emissionshandelssystem für Verkehr und Bauwesen ab 2026,

  • strengere CO²-Grenzwerte für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge sowie eine CO²-Grenzwertsteuer auf importierte Waren.

Das europäische Ausbauziel für erneuerbare Energien wird bis 2030 auf 40 % erhöht. Der Sozialfonds zur Bekämpfung des Klimawandels soll die Bürger entlasten und die Maßnahmen sozial gerecht gestalten.

Die Europäische Kommission hat den "Green Deal" als politische Strategie für den Klimaschutz in der Europäischen Union identifiziert: Das Ziel, bis 2050 treibhausgasneutral zu werden, ist in der EU-Klimagesetzgebung verankert. Die Maßnahmen zur Erreichung dieses Ziels sind noch nicht festgelegt.

 

Wettbewerbsvorteile eines klimaneutralen Unternehmens

Die Politik hat die Kriterien für klimaneutrale Standards festgelegt, jedoch sind verpflichtende Handlungen der Unternehmen zur Klimaneutralität noch nicht festgelegt. Innovative Unternehmen sehen in den Themen Nachhaltigkeit und Klimaneutralität eine große Chance für Wettbewerbsvorteile.

  • Intrinsisch und wertebasiert: das Unternehmen engagiert sich, möchte seinen Beitrag für den Erhalt der Welt und Menschheit leisten. Diese Unternehmen verankern Nachhaltigkeit und Ökologie in ihre Unternehmens-Vision:

    • Reflexion: Welche Stärken kann das Unternehmen einsetzen?

    • Strategien: Welche Schritte sind individuell nötig und wie kann das Unternehmen sie umsetzen?

  • Marketingeffekte: Ein Lizenz-Modell mit nutzerfreundlichen Lösungen zur eigenständigen Bilanzierung eines Unternehmens bildet die Grundlage für die Nachhaltigkeitsberichterstattung. Durch kontinuierliches Mentoring des Footprints hält man die Erfolge des Klimaschutzengagements fest. Das Content-Management im Marketing schafft auf dem Markt Aufmerksamkeit. Verbraucher möchten nachhaltige Produkte und Leistungen.

  • Optimierte Prozesse entlang der Wertschöpfungskette: Durch nachhaltige Prozessoptimierung und Definition wird die gesamte Wertschöpfungskette auf den Prüfstand gestellt und optimiert auf Effizienz

  • Reporting-Verpflichtungen: Besonders große Unternehmen werden in Zukunft in die Pflicht genommen eine saubere Öko-Bilanz nachzuweisen. (CSR Richtlinie) Somit wird mehr Transparenz zur Nachhaltigkeit geschaffen.

  • Zulieferer: Wer auf dem Markt bestehen will, kommt nicht darum herum, sich mit Klimaschutz zu beschäftigen. Zulieferunternehmen werden zukünftig danach bewertet, in wieweit sie sich mit Klimaneutralität beschäftig haben und entsprechende Einsparungen nachweisen können.

  • EU-Taxonomie-Verordnung: Klassifizierung von Wirtschaftsaktivitäten mit dem Ziel, ein einheitliches Verständnis in der EU des Begriffs „Nachhaltigkeit“ zu schaffen. Die EU-Taxonomie-Verordnung betrifft alle Anbieter von Finanzmarktprodukten (Banken), sowie alle Unternehmen, die zur Veröffentlichung einer nicht-finanziellen Erklärung verpflichtet sind. Mit der Taxonomie-Verordnung ergeben sich für Unternehmen neue Berichtspflichten für Unternehmen Die Absicht dahinter: Beteiligt sich ein Unternehmen an der Finanzierung nachhaltiger Aktivitäten, soll dies von Finanzmarktakteuren wahrgenommen werden. Die Transparenz hinsichtlich nachhaltiger Aktivitäten soll erhöht, sogenanntes Greenwashing verhindert werden. Dies soll zu mehr Investitionen in das Unternehmen führen.

  • Geld-Beschaffung auf dem Kapitalmarkt: Investoren und Banken sind daran interessiert

    • Kapitalflüsse in Nachhaltige Investitionen zu lenken,

    • Nachhaltigkeit wird ins Risikomanagement einbezogen,

    • Transparenz und Langfristigkeit bei Finanz-und Wirtschaftstätigkeiten fördern. Nachhaltige und Ökologische Ausrichtung eines Unternehmens wirkt sich also auf die Kosten und Kreditwürdigkeit bei der Beschaffung von Fremdkapital aus.

 

Fall-Beispiel: Die WWM-Gruppe als Anbieter von Live-Kommunikation-Lösungen

Was kann ein mittelständisches Unternehmen für den Klimaschutz tun?

  • Stromgewinnung zu 100% aus erneuerbaren Energien mit Photovoltaik-Anlagen: Einsparung von 9,4 Tonnen CO² jährlich.

  • WWM-Fuhrpark zu 100% elektrisch

Elektrischer Fuhrpark der WWM

  • Lieferantenkette geprüft auf Nachhaltigkeit

  • MeistroEnergie-Zertifikat

Energie Zertifikat der WWM

Wir glauben, dass Gesundheit, Balance und Lebensfreude zu einem ausgeglichenen Ich gehören. Das erfordert in unseren Augen den Einklang mit unserer ökologischen und sozialen Umwelt. Die körperliche und geistige Gesundheit unserer Mitarbeiter ist uns wichtig. Deshalb streben wir einen nachhaltigen Umgang mit unseren Mitmenschen genauso wie mit unseren natürlichen Ressourcen an. Hier erfahren Sie mehr zu unserer Corporate Social Responsibility.

Wie kann ein mittelständiges Live-Kommunikations-Unternehmen für seine Kundschaft nachhaltige Lösungen anbieten, als Teil der nachhaltigen Wertschöpfungskette:

  • Verwendung modularer Strukturen für den Messebau: Diese innovativen Messesysteme können wiederverwendet und in den Materialkreislauf zurückgeführt werden bzw. bei maximaler gestalterischer Individualität recycelt werden:

    • Grafiken

    • Individuell gebrandete jedoch wiederverwendbare Mietmöbel

    • Bodenstrukturen

    • Unterkonstruktionen und sonstige Bauteile

    • Ressourcenschonende Logistik, Auf-Abbau, Transport

    • Stromreduzierung durch LED-Beleuchtung

  • Effiziente und klare Prozessstrukturen und Kernkompetenzen ausbauen: Keine Sonderlösungen, bei denen Kernkompetenzen fehlen.

  • Smarte Auswahl von Touchpoints auf der Customer Journey: Virtuelle, Hybride oder physische Events, Messen, Kongresse gezielt auch unter ökologischen Gesichtspunkten ausspielen.

Weitere Tipps können Sie in unserem Blogartikel: 5 Tipps für nachhaltigen Messebau nachlesen.

 

Fazit:

  • Europas Chance liegt darin, sich ökologisch nachhaltig auszurichten und einen globalen Wettbewerbsvorteil zu nutzen.

  • Europäische Unternehmen werden durch politische Ziele zu ökologischem Handeln gezwungen.

  • Jedes Unternehmen kann und muss seinen Beitrag leisten, dass die gesteckten ökologischen Ziele erreicht werden.

  • In der nachhaltigen Wertschöpfungskette liegt die Chance für Unternehmen.

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